ALBUM TEXTE

02. Oben bei den Sternen (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Da oben bei den hellen Sternen steht ein gemaltes Bild
So groß wie`s keiner je gesehn`
So farbenreich wie uns`re Welt, und tief wie tausend Seen
Wenn du richtig hinschaust, kannst auch du verstehn`.

Der Maler dieses bunten Werks hat sich so sehr bemüht,
hat jedes Muster farbgetränkt.
Hat`s ungetarnt am Himmel platziert und wenn es nachts dort glüht
Kannst du mit einem Blick den ganzen Sinn erkennen.

Bleib hier, und vertrau auf die Zeit
Wir gehen einfach weiter zu zweit
Da oben steht doch der Beweis, dass mans gut mit uns meint

Da oben bei den hellen Sternen ist schon so lange klar
Wer wir zwei später einmal sind
Lass uns zusammen nach oben schaun, sonst stehst du wieder da
Ganz unbefangen, naiv wie jedes kleine Kind.

Bleib hier...

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04. Arrogant (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Kannst du verstehen, wir haben nicht, was du so sehr brauchst
Und leider sind wir auch nicht bereit.
Wir kaufen nicht, was du uns servierst,
und ferner brauchen wir kein Geleit.
Mensch, siehst du nicht, wir legen keinen Wert auf
Labern und Überheblichkeit
Willst du nicht sehen, dein Reden prallt verspannt an uns ab
Und regt nix an außer Übelkeit.

Kleiner, kannst du verstehen? Ich leb mein Leben
Und keiner kann mich je verdrehen.
Heute will ich verzeihen und über Neider
Kann ich hinwegsehen.

Nimm diese Chance, tauch ein in deine eigene Welt
Voll Arroganz und Unzulänglichkeit
Was haben dir die anderen Voraus, wo kannst du
Einmal der Hero sein?
Wir hören nicht auf deinen vermeintlichen weisen
Qualifizierten Geist.
Lass doch mal stehen, was andere sich mit Mühe erbaut
Reiß lieber die eigenen Mauern ein.

Kleiner...

Arrogant, man nennt dich arrogant, was willst du?
Du kriegst es nicht gebacken, andern mal ne Freude zu machen.
Arrogant, du bist so arrogant, was willst du?
Du hast noch nicht kapiert, dass alles irgendwann zu dir zurückführt.

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05. Schneider Wim (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Schneiderin, du suchst noch weiter schon seit Anbeginn
Schon bald brennen deinen Kleider dir am Leib
Du reißt sie runter und dein Alter Ego schweigt.
Schneider Wim, an solchen Tagen schwimmt dein Herz dahin
Danach gehst du ganz fremd an ihr vorbei
Dein Alter Ego schreit: Macht das noch Sinn?

Schneider Wim, kannst du ihr noch `mal verzeihn`?
Schneiderin , machst du dich noch `mal so klein?
Schneiderin , heut` wirst du in den Spiegel schaun`
Schneider Wim, solltest auf dein Herz vertraun`

Schneiderin, du sehnst dich so nach einem Neubeginn
Und wieder spürst du seine Hand -
Gewohnt, die dich verbannt,
Doch es tut weh in deinem Verstand.

Schneider Wim, ist diese Zweisamkeit ein Zugewinn?
Dein Stolz versperrt dir alle Türn` dahin
Die Ignoranz gewinnt, du wirst verlieren...

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06. Zwanzig Tage (Musik: Anna Marlene, Text: Anna Marlene, Kirsten Kühnert)

Zwanzig Tage lieben
Bei Sonne und bei Regen
Zwanzig Tage fliegen
Im Rausch der Zweisamkeit

Zwanzig Tage bleiben
Glückselig sich zerreiben
Zwanzig Tage treiben
Im Meer der Sinnlichkeit

Dreh dich für mich
Ich dreh mich für dich
Ich will, dass du dich drehst für mich.
Damit es weitergeht

Zwanzig Tage reden
Vom traumverlorenen Leben
Zwanzig Tage vogelfrei
Ein letzter Kuss, es ist vorbei

Dreh dich für mich
Ich dreh mich für dich
Ich will, dass du dich drehst für mich
Damit ich gehen kann

Ruf nicht nach mir
Ich ruf nicht nach dir
Ich will, dass du nicht rufst nach mir
Damit ich gehen kann

Wein` nicht um mich
Ich wein´ nicht um dich
Ich will, dass du nicht weinst um mich
Damit ich gehen kann

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07. Nicht hip (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Wieder `mal bin ich allein im großen Gemisch voll hipper Gestalten
Schon in der Schule wussten alle ander`n, was cool ist
Ich konnt` nicht mithalten mit dir.
Auch heut sollt` ich weniger Mainstream hörn, weniger Liebe schwörn, mehr protestieren
Ganz selbstbewusst, verrückt und aufgeklärt wisst ihr genau
euch zu positionieren

Lass mich in Ruhe mit deinem depressiven kreativen Shit
Dann bin ich halt nicht hip
Kann`s nicht mehr sehen, dein so jugendlich bemaltes Mosaik
Dann bin ich halt nicht hip
Ich will ihn nicht hör`n, deinen pseudo-weisen selbstverliebten Tip
Dann bin ich halt nicht - hip

So intellektuell sitzt du am kritischsten Tisch, ironisch-altmodisch ist dein Stilbruch
Du fütterst deinen Blog mit den neusten Tipps
Puristisch kreativ ist dein Anspruch an dich

Bleib` mir vom Hals mit deinem hochsozialen Antihaltungstrip
Dann bin ich halt nicht hip
Zeig nicht noch mehr von deinem alternativ-kunstvollen Geschick
Dann bin ich halt nicht hip
Ich glaub ich verzichte auf dieses schicke Abschreckungsprinzip
Dann bin ich halt nicht - hip

Wieder allein mach ich mich auf meinen Weg ins Versteck für unhippe Arten
Kaufe `nen Wein, schließ mich ein und schreib` n Song über`s hochmoderne Entarten.

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08. Wir sind (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Komm, wir lesen weiter in unserm Buch der Kinderzeit
Niemand gibt uns Antwort auf ein paar Fragen zur Vergangenheit Komm, wir spielen wie früher, du weichst mir schon so lange aus Wovon spricht dein Blick, der sich hier verengt in diesem Haus
Wir sind älter, wir sind weise doch allein
Manchmal träum ich, eines Tages wieder Kind zu sein
Komm, wir fahrn` zurück in eine Gedankenreise weit
Trau dich, denn wir gehen suchen, was wir einst verloren in dieser Zeit Wieiviel Jahre gehen in diesem Leben noch dahin?
Bis ich mir verzeihe, wer ich mal war, lang nicht mehr bin...

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10. ZEIT (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Zeit für ein anderes Leben
Zeit für mehr Geist
Zeit für dich selbst, so wie du gern um dich kreist

Zeit für ein Jahr umsonst
Für mehr Vertrauen, weniger Gewalt
Zeit für das Jetzt in Unendlichkeit

Ich will mehr Zeit für eine neue Chance, ich selbst zu sein
Für eine neue Geschichte - mehr Zeit
Für eine neue Welt voller Eigengeschwindigkeit

Zeit frei von eitlem Gerede
Zeit für Verständigkeit
Ohne Sekunden, die keinen Sinn ergeben

Zeit ohne Einfalt genießen
Zeit für ein Kind, für mehr Geduld
Zeit für das, was kommt und uns holt.

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12. Listen to your Heart (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Listen to your heart – so hieß einmal ein Lied, das ich liebte, das mir mehr verriet
Wenn ich`s wieder hör, kann ich unscharf erkennen, wer ich vielleicht im nächsten Leben wär`
Tut es weh, wenn dein Herz zu Stein erstarrt?
Wenn du klar siehst, wer du wirklich warst?
Schwarz und Weiss vergehen, wenn die Erde beginnt, sich erneut zu drehen

Listen to your heart – Sag, was kommt danach?

Bald schon kommt die Zeit, wenn du keinen Dank mehr fühlst, keine Reue und du dir übel willst
Trägst ein schweres Herz, so trägt dich das Lied durch die Wälder, bis du dir vergibst
Lässt so viele Gelegenheiten gehen,
Deine Grenzen und Tiefen zu verstehen.
Öffne deinen Verstand, vielleicht in diesem Leben machst du s wieder ganz

Listen to your heart –
und am Ende hören wir, wie wir waren – voller Neid und Gier
Sag, was kommt danach? –
und was bleibt noch bestehn, wenn die Seelen dann weiterziehen?

Alles dreht, alles fließt - und nur du bleibst stehen
Alles brennt , du willst dir nicht in die Augen sehen
Immer wieder singt die Welt dieses selbe Lied
Und du hörst nur nicht hin, du glaubst dich zu verliern

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Vorbei (Musik & Text: Anna-Marlene Bicking)

Glaubst du an Frieden auf dieser Welt?
Glaubst du an dieses Gebet?
Wie mir scheint, bist du der, der nichts aufwirbelt
Nichts in Frage stellt.

Jeden Tag wird der neue Wind einfach ignoriert, keine Wellen geschlagen,
aus Angst, es wird dein schöner Platz vergeben.
Wie stark ist Liebe da, wo es brennt, wo sich and`re ergeben?
Wie sehr kannst du dir verzeihen, dass du nichts weißt, kannst nicht verstehen?

Wir gehen vorbei, wir gehen vorbei an Scherben und Kriegen
Wir ziehen vorbei, vorbei als weinende Sieger dieser Zeit

Hat sich ein and`rer nicht auch verdient der große Gewinner zu sein?
Hat sich alles verzerrt in deinem Spiegelbild? Ohne Seele - wie neu.

Wir gehen vorbei, wir gehen vorbei an flehenden Wäldern
Wir ziehen vorbei, vorbei als grölende Helden dieser Zeit-
Jeden Tag kannst du haben, was dir gefällt
Alles, was so schön glänzt, kannst du dir greifen
Jeder will schon `mal übersehen, wo`s zerfällt
Dass es danach woanders fehlt, musst du nur begreifen

Glaubst du an Fleiß, an die Ewigkeit?
Glaubst du an dieses Gebet?
Wie es scheint, glauben viele an Selbsterhalt
An das, was zählt

Zieh vorbei, kleiner Geist, lass uns sehen, was dann am Ende bleibt.
Glaubst du der Zeit? Glaubst du weiter? Glaubst du an heut`? Glaubst du weiter?